Allgemein

Schreiben und veröffentlichen

Macken

Jeder Mensch hat seine Macken, und so mancher Künstler sticht unter seinen Kolleginnen und Kollegen besonders hervor. Es lohnt sich gleich doppelt, den ein oder anderen Spleen zu pflegen, selbst wenn die Mitmenschen einen seltsam ansehen. Denn manchmal legt die Eigenart ungeahnte, kreative Kräfte frei, die dem Autor dabei helfen, die interessantesten Geschichten zu erzählen.

Wenn wir schon bei Marotten von Autorinnen und Autoren sind, fangen wir mit Charles Dickens an. Der Schriftsteller, zu dessen bekannten Werken Oliver Twist oder A Christmas Carol zählen, legte Wert darauf, „dass sein Bett nach Norden gerichtet war.“¹ Nur so bescherte ihm seine Matratze seiner Meinung nach kreative Einfälle. Aber es kommt noch besser: In Paris suchte er am liebsten Leichenhallen auf.

Friedrich Schiller hatte ebenfalls eine Macke. Er hatte nämlich eine Vorliebe für faule Äpfel, die ihr Dasein in seiner Schublade fristeten. Ihr Duft – so meinte er – unterstützte ihn dabei, sein volles, kreatives Potential zu entfalten. Virginia Woolfs Angewohnheit erscheint im Vergleich dazu profan: Sie pflegte, beim Schreiben auf Sitzgelegenheiten zu verzichten.²

Doron Rabinovici, der u.a. Andernorts ( Suhrkamp) verfasst hat, braucht die Ruhe zum Schreiben. An sich nichts Ungewöhnliches. Allerdings: Manchmal sucht er die Gesellschaft anderer z.B. in einem Kaffeehaus, um Ruhe zu bekommen. Von Fremden umgeben, die in ihre Gespräche vertieft sind, genießt er das Alleinsein … solange ihn niemand aus dem Schreibfluss reißt.³

Sibylle Berg, die Autorin des Romans mit dem provokativen Titel Der Tag, als meine Frau einen Mann fand (Hanser), ist manchmal so besessen davon, das passende Wort zu finden, dass sie nach eigenen Angaben auf Essen verzichtet und Menschen meidet.⁴ – Für manch einen Autor eine Macke, für andere, die nach Perfektion streben, hingegen Normalität.

Eigen und interessant

Auch für Dich, lieber Autor, liebe Autorin, lohnt es sich, nicht all Deine Marotten zu bekämpfen. Einerseits können sie Dir als Inspiration nutzen, andererseits vermögen sie unter Umständen, Dir ausreichend Präsenz in der lokalen Zeitung zu bescheren. Denn ist es nicht interessant zu lesen, dass Max Müller am liebsten in seinem Sturmtrupplerkostüm schreibt? Und Hannah Schmidt mit Katze Duchess, kunstvoll um die Schultern drapiert? Aber Deine Macken müssen nicht unbedingt nur auf den kreativen Prozess beschränkt sein. Pfiffige Journalisten können mit jeder Schrulle eine interessante Geschichte über einen Autor schreiben.

Einige meiner Macken liste ich hier mal auf:

  • Lieber kein Kaffee vor dem Schreiben, als schlechter Kaffee: Wenn ich mir meinen Milchkaffee beim Lieblingsbäcker hole, habe ich nicht selten meine eigene Tasse dabei.
  • Ich liebe Notizbücher! Wenn ich schöne sehe, schlage ich sofort zu. – Blöd nur, dass ich nichts reinschreibe, denn ich möchte die Seiten nicht „verunreinigen“.
  • Wenn wir uns abends einen Film anschauen, kann ich nicht anders, als an einer spannenden Stelle anzuhalten und mir einen Snack zu gönnen – etwas Schokolade oder ein belegtes Brötchen.

Ob diese Angewohnheiten für einen interessanten Artikel in der lokalen Zeitung genügen? – Wenn nicht, so finden sich bestimmt andere. Seltsame Marotten benötigen nur eines, um zu wachsen und gedeihen: Zeit.

¹ https://www.mydailyselfmotivation.com/articles/books/10-shocking-sides-of-famous-authors.html
² https://www.nw.de/nachrichten/kultur/kultur/22572179_Die-Spleens-der-Schriftsteller.html
³ https://www.sueddeutsche.de/kultur/schreibgepflogenheiten-deutschsprachiger-autoren-nur-am-morgen-eine-stunde-1.2386353-10
⁴ https://www.sueddeutsche.de/kultur/schreibgepflogenheiten-deutschsprachiger-autoren-nur-am-morgen-eine-stunde-1.2386353-13

Schreibpause

Vor einigen Monaten habe ich beschlossen, eine Schreibpause von mindestens einem Jahr einzulegen. Das letzte Manuskript habe ich Ende 2019 fertiggestellt und werde es voraussichtlich Ende 2020 veröffentlichen.

Eigentlich wüsste ich ja, worüber ich schreiben könnte. Allerdings ist die Idee nicht wirklich reif. Obwohl das Grundgerüst bereits steht, fehlen Zwischenereignisse, die den Roman füllen. Das liegt vor allem daran, dass eine der beiden Hauptfiguren einfach nicht Fleisch anzusetzen vermag, d.h. ich habe keine Ahnung, wie der Protagonist Seiten füllen soll. So etwas ist mir schon sehr, sehr lange nicht passiert.

Leinwand und Pinsel

Die Schreibpause nutze ich, um wieder zu malen, also, um etwas zu tun, was ich schon lange nicht gemacht habe. Aquarellfarben habe ich bereits kennengelernt. Nun probiere ich die bestellten Acryltuben aus.

Außerdem habe ich vor, nicht nur Sach- und Fachbücher, sondern auch wieder Romane zu lesen. Isabel Bogdans Der Pfau steht genauso auf meiner Liste, wie die Romane einiger deutscher Self-Publisher. Aber auch Bestseller. Insiderwissen für Buchmarketing von Elmar Weixlbaumer und Monika B. Paitl interessiert mich sehr.

Und dann?

Mal schauen.

Vielleicht küsst mich die Muse noch …

Startnext-Projekt

Nachdem ich in den vergangenen Monaten bereits zwei, drei Projekte aus der Sparte „Literatur“ mitgefördert habe, möchte ich mithilfe der Startnext-Community eine eigene Buchidee realisieren. Die Finanzierungsphase hat bereits begonnen und endet Mitte Februar.

Worum es im Projekt geht und welche Form von „Dankeschön“ ich anbiete, seht Ihr hier: https://www.startnext.com/schreibratgeber

Schreibblock mit Utensilien für Startnext
Schreibratgeber

Ich freue mich grundsätzlich über jeden Beitrag und bedanke mich herzlich im Voraus! ✨

Übrigens: In meiner Kolumne verrate ich in Kürze, warum ich beschlossen habe, mich auf der Crowdfunding-Plattform anzumelden. Sehr gute Gründe sprechen dafür, sich an die Community da draußen zu wenden.

Vielleicht solltest Du es auch mal probieren? 😃

Leserunde

Die Bewerbung für die Leserunde ist nun beendet. Sieben Romane wurden zusammen mit kleinen Goodies in Form eines Lesezeichens, einer Postkarte und einem edlen Teebeutel verlost.

Mittlerweile stehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Leserunde fest. Um ehrlich zu sein, fiel mir die Auswahl auch dieses Jahr nicht ganz so leicht. Schließlich gab es mehr als genug interessante und sympathische Bewerbungen. Aber ich musste mich nun mal entscheiden.

Lang‘, lang‘ ist es her: Mit „Stadtrivalen 1″ habe ich angefangen, zusammen mit LovelyBooks-MitgliederInnen zu lesen. Die Fortsetzungen folgten jeweils ein Jahr später. Wunderbare Beiträge haben die Leserunden bereichert, denn sie haben mir die Stärken und Schwächen meiner Romane gezeigt.

Die Leserunden ermöglichten mir überdies etwas, wonach ich mich als Autorin immer wieder sehne: Meine Figuren zum Leben erwecken. Da wir gemeinsam Kapitel für Kapitel durchgingen, war ich nicht die Einzige, in deren Kopf Lia, Dorian und ihre Freunde lebendig wurden. Wir tauschten uns über ihre Aktionen und Reaktionen aus, wir freuten uns für sie und litten mit ihnen.

Aber zurück zu „Hoffnungsleuchten“ … Die Bücher sind nun verschickt worden und freuen sich darauf, aufgeschlagen und kommentiert zu werden. Wie auch in den vergangenen Jahren fiebere ich dem Start des gemeinsamen Lesens entgegen, bin natürlich aber auch etwas nervös. Schließlich wird mein neuer Roman öffentlich besprochen.

Ich bin gespannt! 🙂

Projekte

Das Jahr 2019 hat mich bisher auf positive Art gefördert und gefordert. Mehrere kreative Projekte haben mich beschäftigt oder tun es gerade.

Seit 2002 verfasse ich mindestens einen Roman pro Jahr. Von mehr als 15 Manuskripten wurden bisher 8 veröffentlicht, von denen die Mehrheit im Verlag bookshouse ein Zuhause gefunden hat. Dieses Jahr jedoch habe ich keinen Roman begonnen, obwohl es mir an Ideen nicht mangelt. Mir fehlt schlichtweg die Zeit zum Schreiben, denn ein neues Hobby beansprucht mehrere Stunden pro Woche meine Aufmerksamkeit. Zudem beschäftigte mich einige Monate lang die Nachbearbeitung meines Romans, der diesen Sommer erschienen ist.

Weitere kreative Projekte

Derzeit bereite ich die Leserunde meines Arztromans „Hoffnungsleuchten“ vor. Der Eröffnungstext muss vorbereitet, Bilder bereitgestellt und Briefmarken und Umschläge gekauft werden.

Nebenbei arbeite ich hin und wieder an einer Idee, die eigentlich als ein Kapitel meiner Kolumne gedacht war. Um ehrlich zu sein, fällt mir die Arbeit am aktuellen Projekt schwerer, als an einem Roman. Denn das Manuskript besteht aus Einzelkapiteln, die viel Recherche erfordern.

Neben all meinen Aktivitäten möchte ich auch meine Kolumnen auf der Webseite fanfiktion.de pflegen. Dort haben sie das Licht der Welt erblickt. Allerdings habe ich vor, diese Projekte eines Tages einzustampfen. Stattdessen werde ich mich auf meinen Blog konzentrieren.

Darüber hinaus plane ich, mich auf StartNext vorzustellen und das Kollektiv um Unterstützung zu bitten. Auch dieses Vorhaben erfordert Vorbereitung. Zum einen muss ich die notwendige Summe bestimmen, Infos einholen und Texte verfassen, zum anderen soll ein Vorstellungsvideo erstellt werden.

Ich werde darüber auf jeden Fall berichten. Allerdings kann es ein wenig dauern, ehe ich dieses Vorhaben in die Tat umsetze.

Veröffentlichung

Mein aktueller Roman „Hoffnungsleuchten“ ist ab sofort als E-Book und gedrucktes Buch erhältlich – ein Arztroman über unerfüllte Kinderwünsche, gebrochene Herzen, herbe Schicksalsschläge … und Liebe.

Alison sieht Lichterscheinungen über den Köpfen verschiedener Frauen. Weder weiß sie, warum, noch, was sie mit diesem Wissen anfangen soll. Mittlerweile hinterfragt sie die leuchtenden Begleiter nur selten, denn ihr Leben in San Francisco fordert sie genug: Ihre Beziehung zerbricht, und aufgrund seelischen Kummers landet Alison im Krankenhaus. Dort und nach ihrer Entlassung kreuzen sich immer wieder die Wege mit denen des attraktiven Arztes Dr. Hayes, der an ihr mehr als nur freundschaftliches Interesse hat. Alisons Gefühle für ihn werden immer stärker, aber die Angst vor weiteren seelischen Narben treibt sie von ihm weg. Als sie ihr Schicksal schließlich in die Hand nimmt, erkennt sie, dass nicht alle Hoffnung verloren ist.

„Hoffnungsleuchten“, Verlag bookshouse

ISBN-10: 9925331781

ISBN-13: 978-9925331789

Roman

Willkommen!

Herzlich willkommen. Ich freue mich, dass Du hergefunden hast, und hoffe, dass Du hier eine Zeit lang verweilst.

Diese Webseite befindet sich derzeit im Aufbau.

Hier gibt es aktuelle Informationen über mich, Carolina Hein (Pseudonym C. Carelly), und meine Veröffentlichungen, Bilder, Videos, Aktionen, Termine und noch mehr. Natürlich stelle ich hier auch einige ausgewählte kreative Arbeiten vor, die mir am Herzen liegen.

In meinem Blog befasse ich mich wie gewohnt mit dem Thema „Schreiben und Publizieren“.

Ich schreibe, weil ich nicht anders kann. Wenn ich anders könnte, würde ich nicht schreiben.

Carolina